Energiekrise 2022/23

Bitte lesen Sie das Folgende, um die aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen rund um Ihr Mietverhältnis besser zu verstehen.

 

Vor welcher Herausforderung stehen wir?

Durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und den darauffolgenden globalen Entwicklungen sind die Preise für Gas und Strom explodiert.

Grund dafür sind unter anderem die Sanktionen von Deutschland gegen Russland. Diese führten zu einer starken Reduzierung der Gasimporte aus Russland nach Deutschland. Da Russland für Deutschland der Hauptlieferant von preisgünstigem Gas war, kommt es aktuell auf dem deutschen Energiemarkt durch das stark minimierte Angebot bei gleichbleibender und sogar gestiegener Nachfrage zu einem extremen Nachfrageüberhang. Dadurch müssen sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte für die gleiche Menge an Gas immer mehr Geld bezahlen.

Weil Gas auch bei der Herstellung von Strom eine wesentliche Rolle spielt, schießen unter anderem deswegen ebenfalls die Strompreise in die Höhe. Ein Ende dieser Entwicklungen ist noch nicht in Sicht. Die zusätzlichen Belastungen müssen Wirtschaft und Endverbraucher voraussichtlich noch mindestens 1 bis 2 Jahre auffangen müssen.

 

Was sind die Folgen?

Als Mieter in einer unserer Wohngemeinschaften haben Sie den Vorteil, dass die Rechnungen der Stadtwerke Hamm für Strom, Gas und Wasser von uns als Vermieter zentral bezahlt werden. Auf diese Weise vereinfachen wir die Organisation der Wohnung und vermeiden mögliche Versorgungslücken im Falle von Mieterwechseln.

Angesichts der um ein Vielfaches gestiegenen Energiekosten bedeutet dies nun allerdings, dass die aktuell tatsächlich entstehenden Kosten für Ihren Energieverbrauch mit Ihrer bisherigen Miete nur noch teilweise gedeckt werden können. Es liegt also auf der Hand, dass ein Weiterbetrieb unserer Wohngemeinschaften nicht mehr wie gewohnt möglich ist, sofern nicht einige Maßnahmen ergriffen werden. Um den Betrieb Ihrer Wohngemeinschaft aufrechtzuerhalten, müssen erstens alle Mieter die gestiegenen Energiekosten mittragen und zweitens alle Mieter so viel Energie sparen wie möglich.

Zudem weisen wir darauf hin, dass unsere Mieter mit internationalem Hintergrund (Studium in Deutschland) erfahrungsgemäß aufgrund gesellschaftlich-kulturell und klimatisch bedingter Unterschiede in der Lebensführung im Durchschnitt 50 % mehr Energie (Strom, Wasser, Gas) verbrauchen als einheimische Mieter. Da unsere Mieter in Wohngemeinschaften zu 90 % jenen internationalen Hintergrund haben, stehen wir hier vor einer besonders großen Herausforderung. Bitte machen Sie sich als internationaler Student in Anbetracht der explodierenden Energiepreise die zusätzliche finanzielle Sprengkraft hinter diesem Umstand bewusst. Es muss ein Umdenken im Umgang mit Energienutzung stattfinden!

 

Womit ist nun zu rechnen?

  • Neuvermietung zu gestiegenen Preisen (einzig aufgrund der Energiepreise, die Kaltmiete bleibt gleich)
  • Mietanpassungen bei bestehenden Mietern entsprechend der steigenden Energiekosten
  • Einschränkungen im Verbrauch von Gas (Heizung), Warmwasser und Strom
  • Längere Einbehaltung der Kaution bis eine detaillierte Nebenkostenabrechnung vorliegt und mögliche Nachzahlungen ersichtlich oder auszuschließen sind

 

Wie kann ich die Auswirkungen minimieren?

  • Energie sparen! Achten Sie bitte auch auf Ihre Mitbewohner
  • Maximal 1 x täglich für maximal 5 Minuten duschen
  • Auf langes, heißes Duschen verzichten
  • Heizung im Herbst, Winter und Frühling max. auf Stufe 2, gegebenenfalls Stufe 3
  • Ausreichende Zimmer- bzw. Wohnungstemperatur: 18 Grad
  • Maximal akzeptable Zimmer- bzw. Wohnungstemperatur: 20 Grad
  • Niemals im Winter Fenster offen stehen lassen bei angeschalteter Heizung
  • Immer Licht ausschalten beim Verlassen des Raumes
  • Verwendung von erhaltenen Energiekostenzuschüssen ausschließlich für Nebenkostennachzahlungen bzw. -vorauszahlungen bzw. Mietanpasssungen

 

Falls Sie schon jetzt oder zukünftig erhöhte Nebenkostenzahlungen leisten sollten, berechtigt Sie das nicht dazu, (weiterhin) nicht sorgsam mit Energie (Strom, Wasser, Gas) umzugehen. Vielmehr muss trotzdem Energie gespart werden, um weitere Mietanpassungen und Nebenkostennachzahlungen zu vermeiden!

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe in diesen herausfordernden Zeiten!